Morbus Bechterew Übungsgruppe in Leimen

Interview

F
Würden Sie uns bitte etwas über Ihre Erfahrungen mit der Morbus Bechterew Erkrankung und etwas über Ihr Übungsprogramm im Verein für Gesundheitssport erzählen?

A
Ja, gern. Bei der Diagnosestellung war ich wie in Schockstarre, aber mit der wachsenden Fitness ist auch meine Lockerheit wieder zurückgekommen. Mir hilft die regelmäßige Gymnastik sehr. Die Leute in der offenen VfG-Übungsgruppe sind super nett und haben mich sofort herzlich aufgenommen.

F
Es ist wunderbar zu sehen, dass die Übungen Ihnen gut tun. Sie strahlen ja!

A
Kein Wunder, der Sport hilft mir. Beim Verein für Gesundheitssport stehen die therapeutischen Ziele im Vordergrund. Die krankheitsbedingten Einschränkungen werden voll respektiert. Jeder macht, so viel er kann.

F
Machen Sie dort gezielte Morbus Bechterew Übungen? Wie muss ich mir das vorstellen?

A
Wir machen spezielle Kraftübungen und Dehnübungen, um die Muskeln zu stärken und die Beweglichkeit der Gelenke und Sehnen zu erhalten. Wir üben die aufrechte Haltung, strecken besonders den Rumpf und machen Drehbewegungen, damit die gesunden Körperfunktionen erhalten bleiben. Atemübungen und Entspannung sind auch dabei.

F
Und was ist der Effekt dieser Übungen?

A
Der Effekt der Bewegung ist z.B., dass meine Schmerzen geringer werden und ich nicht mehr so steif bin. Wenn der Brustkorb weit ist, kann die Lunge frei atmen. Wenn Der Rücken gerade ist, haben die inneren Organe Platz und können gut arbeiten.

F
Das leuchtet ein.

A
Einerseits werden Muskelaufbau und Kondition gefördert; andererseits werden Knochen und Gelenke dabei aber geschont. Das ist eben die Kunst. Und weil wir auch das Koordinieren üben, verringert sich die Verletzungsgefahr infolge von Stürzen. Es ist eine angenehme Gruppe im VfG, ich gehe gern hin und bin beim Sport fröhlich.

F
Das heißt, ihre Fitness und Zufriedenheit haben sich gesteigert, seit sie beim VfG in die Übungsgruppe gehen?

A
Ja, sehr! Ich bin beweglicher geworden und kräftiger. Meine Wirbelsäule hat davon profitiert, ich habe Stress abgebaut und ein wenig mein Gewicht reduziert. Hier hat man mir gute Tipps gegeben.

F
Haben ihnen denn die Tabletten alleine nicht ausgereicht?

A
Nein. Die regelmäßige Bewegung macht deutlich mehr als 50% der Miete aus. Der Sport und die  Gemeinsamkeit geben mir einfach meine Lebensfreude wieder!

F
Apropos Freude – wie bewältigen Sie diese Krankheit?

A
Das Leben mit Morbus Bechterew ist eine Herausforderung, der ich mich stelle und an der ich wachse. So gesagt, liebe ich Herausforderungen, denn sie machen mich zu dem, der ich bin.

F
Also kann man das so sagen, dass das gemeinsame Turnen Bindungen schafft und die Zuversicht erhöht? Und außerdem wirkt es der zunehmenden Versteifung der Gelenke und der Wirbelsäule entgegen?

A
Ja, genau. Die Bewegungstherapie ist umso erfolgsversprechender, je zuverlässiger und konstanter ich mitarbeite.

F
ie sind ja noch jung – wie alt sind denn die Leute dort?

A
Gemischt, so etwa von Mitte 30 bis Mitte 60, schätze ich. Und eine sehrgute Übungsleiterin, Physiotherapeutin. Wir sind immer offen für neue Leute; als her…! Geht nicht – gibt’s nicht. Bechterew, du kriegst uns nicht krumm!

Wann:

Dienstags 19:45 h

Wo:

Fritz-Zugck-Halle Leimen 2.OG, neben der Stadtbücherei, gegenüber der Musikschule

Preis:

Die Kosten für die Morbus-Bechterew-Sportgruppe im VfG werden von der Krankenkasse übernommen. Wer zusätzlich Mitglied werden will, zahlt 2x halbjährlich 48 Euro und unterstützt damit den Verein VfG.

Leitung:

Sportphysiotherapeutin, fachlich-akademisch sehr gut ausgebildet (Magister Artium)

Anfang:

Kommen Sie einfach vorbei oder rufen Sie an: 06223-488999 Fr. Ramner, ramner.vfg@gmx.de – wir freuen uns auf Sie!

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Quelle: https://www.du-kriegst-mich-nicht-krumm.de/de

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